Vom Sanierungsobjekt zum intelligenten Energiesystem


Ein Haus mit Grundmauern aus dem Jahr 1500, eine konsequente Kernsanierung, moderne Wärmepumpentechnik und Photovoltaik mit intelligenter Steuerung: Das Praxisprojekt von Andreas Stark zeigt, wie aus historischem Bestand ein zukunftsfähiges Gesamtsystem wird. Wer sich beruflich seit vielen Jahren mit Wärmepumpen beschäftigt, blickt auf das eigene Zuhause oft mit einem besonders klaren Anspruch. Genau so war es auch bei Andreas Stark. Als gelernter Installateur und Heizungsbaumeister und inzwischen langjähriger Mitarbeiter bei alpha innotec, kennt er die Technik nicht nur aus der Theorie, sondern aus der täglichen Praxis. Für sein eigenes Haus war deshalb früh klar: Wenn modernisiert wird, dann als durchdachtes Zusammenspiel aus effizienter Wärmepumpe, eigener Stromerzeugung und intelligenter Steuerung. 

Die Ausgangslage dafür war alles andere als gewöhnlich. Andreas Stark kaufte das Haus im Jahr 2015. Die Grundmauern stammen etwa aus dem Jahr 1500, die letzte größere Sanierung lag rund um 1963. Aus einem Gebäude mit zentraler Ölheizung wurde über die Jahre hinweg ein umfassend saniertes Zuhause. In Abstimmung mit einem Energieberater wurden die Außenmauern trockengelegt, das Haus vollständig entkernt, neue Fenster eingebaut, der Dachstuhl erneuert und mit Aufdach-Dämmung versehen, das Mauerwerk im ersten Stock optimiert und die Bodenplatte gedämmt. So entstand Schritt für Schritt die Grundlage für ein modernes Energiesystem im historischen Bestand.

Auch auf der Heizungsseite wurde das Gebäude konsequent neu gedacht. Heute arbeitet im Haus eine Hybrox 11 Luftwärmepumpe von alpha innotec für Heizung und Warmwasser. Ergänzt wird das System durch ein passend ausgelegtes Wärmeverteilsystem mit Fußbodenheizung in Erd-, Ober- und Dachgeschoss, zusätzlichen Heizkörpern in einzelnen Bereichen sowie einem Gebläsekonvektor im Hauswirtschaftsraum. Für das Gebäude mit rund 215 Quadratmetern Wohnfläche wurde eine Heizlast von 13,2 kW zugrunde gelegt. Die Wärmepumpe ist seit Dezember 2023 in Betrieb. Nach dem ersten Betriebsjahr lag die erzeugte Wärmemenge bei 15.801 kWh, bei einer Stromaufnahme von 3.422 kWh und einer Jahresarbeitszahl von 4,61.

 

 

 

 

Der nächste logische Schritt war Photovoltaik. Seit April 2025 produziert die Anlage eigenen Solarstrom. Installiert wurden 24 PV-Module mit rund 10,7 kWp Leistung, kombiniert mit einem Fronius Wechselrichter, einer BYD Battery Box HVS 10.2, einem Fronius Smart Meter und dem Solar Manager Connect 2 als Energiemanagementsystem. Die Module verteilen sich auf drei Ausrichtungen: Südost, Südwest und West. Gerade das macht das Projekt besonders praxisnah, denn zusätzlich wirkt sich auch Verschattung durch nachbarseitigen Baumbestand auf die Anlage aus, ein Setup mit echten Rahmenbedingungen.

 

Autarkieboost mit überlegten Sommer- und Wintereinstellungen

Genau hier zeigt sich, warum die Kombination aus Wärmepumpe und Solar Manager im Alltag so relevant ist. Denn es geht nicht nur darum, Strom zu erzeugen, sondern ihn möglichst sinnvoll im Haus zu nutzen. Andreas Stark setzt den Solar Manager als zentrale Steuerung für sein Gesamtsystem ein und greift dabei über App, Browser und Apple Watch auf die Daten und Funktionen zu. Besonders wertvoll ist für ihn die Transparenz im Betrieb: Push-Benachrichtigungen, gute Planbarkeit und ein klarer Überblick helfen dabei, das System nicht nur laufen zu lassen, sondern aktiv zu verstehen und intelligent zu nutzen. Grundlage dafür ist eine ertragsoptimierte Betriebsweise, die jahreszeitlich unterschiedlich gedacht wird, mit jeweils angepassten Strategien für Winter, Sommer und Übergangszeit.

 

 

 

 

Spannend ist vor allem, wie konsequent das System auf Eigenverbrauch ausgelegt wurde. Im Fokus steht dabei die intelligente Leistungsregelung im PV-Überschussbetrieb: Die Wärmepumpe von alpha innotec passt ihre Leistung dynamisch an die aktuell verfügbare Solarenergie an. Wie in der Grafik im Solar Manager Webportal zu erkennen ist, wird die Leistungsaufnahme der Wärmepumpe so geregelt, dass der erzeugte Photovoltaikstrom optimal genutzt wird. Das Ergebnis: Am Netzanschlusspunkt entsteht kein zusätzlicher Netzbezug, der Energiebedarf wird vollständig durch den eigenen Solarstrom gedeckt. So wird nicht nur die Eigenverbrauchsquote maximiert, sondern auch die Energieeffizienz des gesamten Systems deutlich gesteigert.

Im Winter liegt der Fokus darauf, bei wenig Solarertrag den Energiebedarf so niedrig wie möglich zu halten und sonnige Phasen gezielt zu nutzen. In der Übergangszeit wird versucht, in einem definierten Zeitfenster möglichst viel Energie ins Gebäude einzutragen, wenn die Sonne verfügbar ist. Im Sommer wiederum wird der Warmwasserbedarf so gesteuert, dass Netzbezug möglichst vermieden wird; vorhandene Überschüsse können zusätzlich für den Außenpool genutzt werden. Das Projekt zeigt damit sehr anschaulich, dass intelligentes Energiemanagement nicht nur aus Visualisierung besteht, sondern aus konkreten Regelstrategien, die sich am Alltag und an den Jahreszeiten orientieren.

Die Zwischenbilanz nach elf Monaten fällt entsprechend positiv aus. Die Simulation war ursprünglich von 52 Prozent Autarkie ausgegangen, tatsächlich erreicht das System 57 Prozent. Parallel dazu wurde der frühere Ölkessel zurückgebaut und das Haus konsequent in Richtung All-Electric-Lösung weiterentwickelt, inklusive Einbindung eines Außenpools mit rund 14.000 Litern Wasservolumen. Dieses Projekt zeigt, wie Bestandsgebäude mit der richtigen Planung, passender Wärmepumpentechnik und intelligenter Steuerung nicht nur modernisiert, sondern energetisch neu gedacht werden können.

 

 

 


Das Hausprojekt von Andreas Stark ist echte Praxis und gerade deshalb ist es so überzeugend. Historische Bausubstanz, anspruchsvolle Sanierung, Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und Solar Manager greifen hier zu einem System ineinander, das nicht nur technisch funktioniert, sondern im Alltag einen spürbaren Mehrwert schafft. Ein starkes Beispiel dafür, wie alpha innotec und Solar Manager in der Praxis zusammenwirken.

 

 

In Zusammenarbeit mit alpha innotec