Individuelle Systemlösungen im anspruchsvollen Wohnumfeld
In Steffisburg wurde aus einer ersten Idee ein anspruchsvolles Energieprojekt mit vier Einfamilienhäusern und vier individuell ausgelegten Photovoltaikanlagen. Im Zentrum stand nicht eine pauschale Lösung für die gesamte Überbauung, sondern die Frage, welches Konzept unter den realen baulichen, gestalterischen und technischen Voraussetzungen am sinnvollsten ist. Diskutiert wurde zunächst auch ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Am Ende fiel die Entscheidung bewusst zugunsten von vier separaten Anlagen, mit dem Ziel, für jedes Haus eine möglichst hohe energetische Eigenständigkeit zu schaffen.
Besonders anspruchsvoll war die architektonische Situation der versetzt gebauten Häuser. Von den oberen Balkonen aus fällt der Blick direkt auf die darunterliegenden Dachflächen. Damit wurde das Thema Blendung zu einem zentralen Planungspunkt. Um eine tragfähige Lösung für alle Beteiligten zu finden, wurden unterschiedliche blendarme Modulvarianten direkt auf den Dächern geprüft und gemeinsam bewertet. Gleichzeitig bestand bei allen Eigentümern der Wunsch nach notstromfähigen Batteriespeichern, was die Anforderungen an das Systemkonzept zusätzlich erhöhte.

Auch die Umsetzung stellte das Projektteam vor besondere Herausforderungen. Die Hanglage der Überbauung und die eingeschränkte Zufahrt schlossen den Einsatz eines Krans aus. Deshalb wurde das Material per Helikopter auf die Dächer gebracht. Solarmodule, Unterkonstruktion und weiteres Material konnten so präzise, sicher und effizient eingebracht werden. Während der Realisierung zeigte sich zudem zusätzlicher Sanierungsbedarf an Teilen der Dachisolation. Diese unvorhergesehene Aufgabe musste zusammen mit Dachdecker und Gerüstbauer koordiniert werden. Zum Einsatz kam dabei eine EPDM-Abdichtung. Trotz dieser Zusatzarbeiten wurde das Projekt innerhalb weniger Wochen erfolgreich umgesetzt.
Für Solar Manager ist dieses Projekt besonders interessant, weil hier mehrere eigenständige Energiesysteme in einem gemeinsamen baulichen Kontext funktionieren müssen. Genau in solchen Konstellationen ist Transparenz im laufenden Betrieb entscheidend. Solar Manager vernetzt die relevanten Komponenten der einzelnen Systeme, darunter Stromproduktion, Batteriespeicher und Ladestation, in einer zentralen Anwendung. So wird die Energie im Alltag gezielt steuerbar und nachvollziehbar, etwa für das Laden eines Elektroautos, die Warmwasserbereitung oder die Speicherung von Solarstrom für einen späteren Zeitpunkt.
Das Ergebnis ist ein Projekt, das zeigt, wie anspruchsvolle Rahmenbedingungen in eine praxistaugliche Energielösung übersetzt werden können: mit hoher planerischer Sorgfalt, abgestimmter Technik und einem System, das den Bewohnern im Alltag echte Übersicht und mehr Unabhängigkeit bietet. Insgesamt wurden in Steffisburg 49,56 kWp installiert; verbaut wurden Module von Soluxtec, Wechselrichter von Fronius und Speicher von Sonnen.
In Zusammenarbeit mit EST Solar AG