Historische Bausubstanz trifft auf modernes Energiemanagement im privaten ZEV
In Hottwil im sonnigen Fricktal wurde ein ehemaliger Bauernhof aus dem Jahr 1742 erfolgreich zu einem nachhaltigen Mehrfamilienhaus weiterentwickelt. Im Rahmen des Projekts wurde ein privates ZEV mit vier Teilnehmenden realisiert. Die Photovoltaikanlage sowie der Batteriespeicher befinden sich auf beziehungsweise in der benachbarten Scheune, wodurch sich historische Bausubstanz und moderne Energietechnik optimal ergänzen.
Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mehrerer Projektpartner:
Die PV-Anlage und deren Optimierung wurden durch Stäuble Elektrotechnik realisiert, die Elektroinstallation und das ZEV durch die R. Hegi AG. Ebenfalls durch die R. Hegi AG erfolgte die Nachrüstung des Modual-Batteriespeichers inklusive Notstromfunktion.
Die Photovoltaikanlage wurde im Frühling 2023 mit einer installierten DC-Leistung von 31 kWp in Betrieb genommen. Für den Betrieb des privaten ZEV wurden smart-me Zähler installiert und der Elektroverteiler entsprechend umgebaut. Zusätzlich wurde eine Ladestation an der Scheune installiert, deren Abrechnung über eCarUp erfolgt. Die ZEV-Abrechnung selbst läuft direkt über die smart-me Plattform.

Ende 2024 wurde das System durch einen Modual Batteriespeicher mit einer Kapazität von 34,5 kWh erweitert. Der Speicher basiert auf Second-Life-LFP-Batteriezellen und stellt damit eine besonders ressourcenschonende Lösung dar. Dank der AC-Anbindung lässt sich der Speicher direkt über den Solar Manager steuern, die Nachrüstung war entsprechend einfach und erforderte lediglich eine CEE16-Steckdose sowie einen Netzwerkanschluss.
Der Solar Manager übernimmt im Projekt eine zentrale Rolle im Energiemanagement. Er steuert und optimiert den Batteriespeicher, ist tief in die Alpha Innotec Wärmepumpe integriert und ermöglicht unter anderem die zweistufige Ansteuerung eines Heizstabs im Brauchwarmwasserboiler. Auch die Ladestation an der Scheune wird über den Solar Manager intelligent gesteuert, um den Eigenverbrauch gezielt zu maximieren.

Die Betriebsdaten zeigen den Erfolg des ganzheitlichen Ansatzes deutlich:
Die Batterie konnte bereits 7 MWh lokal erzeugte, erneuerbare Energie speichern, während die PV-Anlage insgesamt schon 85 MWh Solarstrom produziert hat. Allein im Jahr 2025 wurden rund 30 MWh erzeugt, davon 21 MWh direkt selbst verbraucht. Die Autarkiequote liegt damit bei beeindruckenden 74 %, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ohne Batteriespeicher, in dem lediglich 41 % erreicht wurden.
Dieses Projekt zeigt exemplarisch, wie sich historische Gebäude, private ZEV-Strukturen, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement mit dem Solar Manager zu einem nachhaltigen, wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Gesamtsystem verbinden lassen.
In Zusammenarbeit mit Stäuble Elektrotechnik und R. Hegi AG